Ich dachte mich trifft der Schlag! Es ist einfach unfassbar wie verantwortungslos manche Menschen mit Ihrem Müll und unser Umwelt umgehen! In Marburg bin ich von Mc Donalds kommend auf die Autobahnauffahrt gefahren. Links und rechts lagen Unmengen Müll. Auf dem ersten Blick wird einem klar, wessen Verpackungsmaterialien hier überwiegend auf der Grünfläche liegen. Es sind die Fastfood Verpackungen von Mc Donalds, die von Unverantwortlichen einfach aus dem Fenster entsorgt wurden. Auf dem Parkplatz bei Mc Donalds gibt es zahlreiche Mülleimer, die eine einfache Entsorgung – sogar aus dem Auto heraus – ermöglichen. Aber Nein. Es gibt leider wirklich noch Menschen, die das Verpackungsmaterial 100 Meter weiter in der Natur entsorgen. Es gibt aber auch vielen anderen Müll und (Schnaps)Flaschen, die in dieser Auffahrt entsorgt wurden.

Erst fühlt man sich wie ein Verbrecher

Während ich auf dem Grünstreifen den Müll sammle, werde ich von kurz haltenden Autofahrern an der Kreuzung mit ernster Miene angestarrt. Ich komme mir zunächst vor wie ein kleiner Verbrecher, der mit dem Müll sammeln seine 150 Sozialstunden ableisten muss. Am liebsten würde ich an der Scheibe klopfen und die Leute zum Helfen auffordern. Aber die meisten Autofahrer sind auf dem Weg zur Arbeit und ich bin freiwillig hier. „Selbst schuld“, denke ich mir.

Damit es sich besser anfühlt stelle ich mir vor, dass JETZT von 100 Autofahrern mindestens einer die Einsicht bekommt, seinen Müll nie wieder in der Natur zu entsorgen. „Selbst kleine Schritte führen zum Erfolg!“ Also… Auf keinen Fall entmutigen lassen! Weiter geht´s!

Unterstützung kommt von ganz alleine

Während ich den Müll fleißig mit den Händen auflese und sich mein Bandscheibenvorfall bei jedem Bücken meldet, hält doch tatsächlich ein Autofahrer an und schenkt mir eine alte „Müllzange“. Mit dieser Zange ging das Auflesen für mich dann deutlich entspannter und ich hatte ganze 90 Minuten Kraft, die Tüten zu tragen und den Müll aufzusammeln.

Die nächste Überraschung war ein Mitarbeiter der „Streckenkontrolle“. Zunächst glaubte er, ich sei ein Bediensteter von Mc Donalds und würde jetzt für Sauberkeit sorgen – wozu Mc Donalds sich zu Beginn des Neubaus verpflichtet hätte. Aber nein. Ich musste ihm leider Ich konnte ihm stolz sagen, dass ich diese Sammelaktion aus Überzeugen mache und andere motivieren möchte, mit zu machen.

Dann fragte ich ihn noch, ob ich die Müllsäcke, die ich jetzt sammeln werde, hier stehen lassen könne und er sie später abholen könnte. Die Säcke würden garantiert nicht in mein Auto passen. Dem stimmte er freundlich zu!

Google Maps Standort:

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